Brian Wilson - Smile

User Beitrag
Armin
08.09.2004 - 18:31 Uhr
Brian Wilson – „SMILE“, VÖ 04.10.04 WEA Records



Am 4. Oktober wird das definitiv größte Mysterium der Rockgeschichte gelüftet.



Seit 37 Jahren umgeben geheimnisvolle Nebel die Beschaffenheit des legendären Beach Boys/Brian Wilson-Nachfolgers zum bahnbrechenden Album Pet Sounds.
Monatelang hatten Brian Wilson und Van Dyke Parks in den Jahren 1966/1967 an diesem Konzeptalbum gearbeitet, das schließlich von der Band und der Plattenfirma als "freaked out"-abgelehnt wurde. Die obskuren Geschichten um die Entstehung des Albums nahmen im Laufe der letzten Jahrzehnte kein Ende, und nur bruchstückhaft drangen Teile des Materials an die Öffentlichkeit. Zuletzt war es Brian Wilson selbst, der das Werk Anfang 2004 live auf die Bühne brachte, aber eine Veröffentlichung auf Tonträger blieb bislang aus.



Jetzt ist es soweit: SMiLE, die versunkene Stadt der Popmusik, wird gehoben.


Mit einer zehnköpfigen Band, die Wilson bereits seit fünf Jahren auf Tour begleitet, wurde das SMiLE-Originalmaterial unter der Regie Wilsons komplett neu eingespielt.
Im November 2003 sichteten Brian Wilson und der SMiLE-Texter und legendäre Songwriter Van Dyke Parks die alten Tapes, um das Konzeptwerk auf die Bühne zu bringen.
Die Premiere des für die Live-Präsentation überarbeiteten Materials fand am 20. Februar 2004 in der Londoner Royal Festival Hall unter überwältigendem Applaus des Publikums statt. Die Los Angeles Times, die ausführlich über das Ereignis berichtete, schrieb: "Was wir jetzt wissen, ist, dass Wilson und Parks ein glanzvolle Stück Musik schufen, dessen hochgesteckten Ambitionen nur von der inhärenten Schönheit und der kumulativen Kraft des Werks übertroffen wird."
In London hob The Guardian die "bahnbrechende Komplexität und Durchdachtheit" des Werkes hervor und schrieb, dass es die "größte Amerikanische Symphonie" sei, während der Daily Telegraph ergänzte: "Leonard Bernstein nannte Brian Wilson einmal den größten Komponisten des 20. Jahrhunderts – er hatte Recht." The Independent resümierte über die Stimmung im Saal: "Wir wussten, wir waren Zeugen einer Art von Wunder."



Lasst euch diesen Meilenstein der Rockgeschichte nicht entgehen!!!



Artistpage (bitte immer verlinken): http://www.brian-wilson.de/



Dän
11.09.2004 - 11:52 Uhr
Hier kann man sich einige Songs anhören, muss sich dafür aber registrieren.
Oliver Ding
30.09.2004 - 21:06 Uhr
Zwar feiert gerade alle Welt diese Aufarbeitung ab, aber auf mich wirkt das weitgehend altbacken und mitunter ziemlich aufgeblasen.
sepp
30.09.2004 - 21:43 Uhr
oliver du bläst dich auch gehörig auf,und bist ein nichts.
sepp
30.09.2004 - 21:46 Uhr
@oliver du weißt ja 8 stunden schwachsinnsmusik gegen 8 sekunden genalität.
Oliver Ding
30.09.2004 - 21:48 Uhr
@sepp: Dieter Nuhr.
blabli
01.10.2004 - 00:38 Uhr
@Oliver wie geht denn altbacken und gleichzeitig aufgeblasen? irgendwie wiederspicht sich das
music777
01.10.2004 - 13:12 Uhr
Smile wird sicherlich toll.
Allerdings hat eine andere Band auch ein klasse Konzept-Album veröffentlicht:

The Honeydogs "10000 years"

Auf www.honeydogs.com kann man sich das ganze Album als Stream anhören.

Stilistisch geht es eher in Richtung Beatles & Co . Mehr zu den Honeydogs gibts im gleichnamigen Eintrag im Forum.
Oliver Ding
01.10.2004 - 13:21 Uhr
@blabli: Nicht wirklich. Auch antiquierter Kram kann vollgestopft mit allerlei Kitsch sein.
Lachs
01.10.2004 - 13:26 Uhr
Der Herr Dings persönlich. Ich habe Sie da mal mit einem ganz gewöhnlichen User verwechselt, macht Ihnen hoffentlich nichts aus. Schöne Grüße auch an den Herrn Oberdings. Schöne Seite. Schöne Farbe. Einfach zu bedienen. Hier lässt sich ......in mehrfacher Hinsicht sogar.

Wünsche angenehme Mittagszeit.

Dän
01.10.2004 - 13:29 Uhr
Kinder, könnt ihr euch nicht wenigstens im Thread über das "größte Popalbum aller Zeiten" benehmen? ;-)
Lachs
01.10.2004 - 13:35 Uhr
Ja, der Herr Wilson ist super. Schon etwas alt, aber noch super. Wie gute alter Wein?
blabli
02.10.2004 - 12:03 Uhr
Gerüchten zufolge hat sich Brians Zustand in letzter Zeit stark verbessert und er arbeitet mit Parks an einem Smile Nachfolger...
captain kidd
02.10.2004 - 13:49 Uhr
was ich gehört habe war schrecklich. sorry. seit den 60ern hat er nur noch ganz wenig gutes gemacht. und die neueinspielungen der smile sachen sind auch nicht doll.
Armin
02.10.2004 - 22:30 Uhr
BRIAN WILSON - Smile
CD, VÖ 04.10.2004

Seit 37 Jahren umgeben geheimnisvolle Nebel den legendären Beach Boys/BRIAN WILSON-Nachfolger zum bahnbrechenden Album "Pet Sounds". SMiLE lebt! Der direkte Nachfolger des Kultalbums "Pet Sounds" wird endlich komplett zugänglich.
Mit einer zehnköpfigen Band, die WILSON bereits seit fünf Jahren auf Tour begleitet, wurde das "SMiLE"-Originalmaterial unter der Regie WILSON komplett neu eingespielt. Im November 2003 sichteten BRIAN WILSON und der "SMiLE"-Texter Van Dyke Parks zusammen mit Darian Sahanja die alten Tapes, um das Konzeptwerk auf die Bühne zu bringen. Die Premiere des für die Live-Präsentation überarbeiteten Materials fand am 20. Februar 2004 in der Londoner Royal Festival Hall unter überwältigendem Applaus des Publikums statt. Zurzeit vollendet WILSON die Neuaufnahme von "SMiLE" im Los Angeles Sunset Studio. Er ging in diesem Sommer auf Europatour und wird im Herbst eine US-Tournee starten, auf der er "SMiLE" aufführen wird.
aramelus
02.10.2004 - 22:55 Uhr
@captain kidd
Also bis auf Cabin Essence sind die neuen Versionen eigentlich den bisher auf Beach Boys Alben veröffentlichten Alben weit überlegen. Es gibt einige Bootlegs die noch ein paar ähnlich gute Versionen haben, aber der Großteil hat durch die Neuaufnahme gewonnen.
aramelus
02.10.2004 - 23:14 Uhr
Also bis auf Cabin Essence sind die neuen Versionen eigentlich den bisher auf Beach Boys Alben veröffentlichten VERSIONEN weit überlegen.

(kann man hier nicht mal ein schönes Forum mit Registrierungs- und Dditierfunktion anlegen?)
captain kidd
04.10.2004 - 16:35 Uhr
ohne die stimme von carl wilson möchte ich good vibrations nicht hören. sorry. ich hade es heute gehört. nicht wirklich gut. aber die 'alte' smile war auch nicht so mein ding. zu viel gewollt einfach.
Zeitzer
04.10.2004 - 23:21 Uhr
Ich habe mir SMiLE gekauft und es ist der Hammer. Natürlich kein klassisches Rockalbum. Die Songs passen thematisch zusammen und sind jeder für sich originell. Bei Barnyard musste ich sogar lachen und damit hat das Album seinem Namen sogar alle Ehre gemacht. Absolut tolle Sinfonie, wobei man eigentlich so gut wie alles schon von den Bootlegs kannte.
Tuchopulp
12.10.2004 - 10:36 Uhr
Es mag ja nicht mehr 1967 sein, aber angesichts der Vielzahl an bekannten Splittern bietet "Smile 2004" eine befreiende Auflösung des Puzzles. Und ich muss sagen, dass dieses Album doch fesselt. Ich habe es gekauft und sofort komplett durchgehört. Smile ist nur als Ganzes verständlich und in seiner Naivität ergreifend. Es ist, als ob man nach beinahe 40 Jahren eine Zeitkapsel öffnet, wie die Spielzeugdose im Film Amelie. Wehmut schwingt mit - keine Frage. Und das notengetreue Wiedergeben des Vergangenen kann genauso kritisch hinterfragt werden, wie ein Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses. Jeder sollte seine persönliche Erfahrung mit diesem Werk machen - jenseits von Marketing und devotem Fantum.
BOB
21.10.2004 - 16:38 Uhr
Ganz gross, leider klingts ein wenig zu modern und macht es daher teilweise schwerer zu sezieren
Inka
11.01.2005 - 09:22 Uhr

Wir haben Brian Wilson vergangenes Jahr in Bonn bei der Deutschland Premiere von SMILE live auf der Bühne erlebt - und es war fantastisch, auch, weil wir ein Stück Pophistorie miterleben durften.
Zwar ist Brian ähnlich wie sein Rockkollege Ozzy Osborne durch den Drogenmissbrauch körperlich schwer geschädigt (Motorik, Stimme), aber offenbar an Geist und Seele intakt, wenn auch nicht geheilt (wie er selber sagt).
Mit Hilfe der heutigen Möglichkeiten bzgl. der Bühnen- und Studiotechnik kann er vieles seiner origiellen einfälle auf SMILE heute besser umsetzen als damals. Brian Wilson hat seinerzeit fast ausschließlich nur MONO Mehrspurtechnik verwenden können und etliches von dem, was auf den Mastertapes im Studio zu hören war, verschwand nach seiner eigenen Aussage anschließend auf den Platten.
In Bonn hatte er ein Orchester sowie exzellente junge Musiker und Sänger dabei, die den Beach Boys (die keine klassische Gesangsausbildung besaßen) nicht im geringsten nachstanden. Das wird auch auf der Scheibe deutlich. Zu behaupten, Good Vibration ohne Carl Wilson sei nicht mit anzuhören, ist einzig und allein dem Mythos, den manche Leute einfach nicht zerstört sehen wollen, geschuldet.
Im Übrigen: Wer sich ein Bild machen will, auch zu den SMILE Sessions von 1967, sollte Brian Wilsons Autobiographie "Mein kalifornischer Alptraum" (letzte Auflage 2002) lesen. Ist leider schwer zu bekommen und zur Zeit fast überall vergriffen.
Norman Bates
11.01.2005 - 09:53 Uhr
Ich habe gelesen, Brian Wilson hätte immer auf Mono aufgenommen, weil er auf einem Ohr taub ist.
Dass er kein Stereo zur Verfügung hatte, halte ich jedenfalls für unwahrscheinlich.
Armin
16.06.2005 - 19:21 Uhr
Brian Wilson – SMiLE Doppel DVD – VÖ: 27.06.05 / Warner Music Vision



Nachdem Brian Wilson mit dem Projekt vor 37 Jahren begann, konnte er sein episches Musikwerk „Smile“ nun endlich vollenden. Die Uraufführung fand im vergangenen Jahr statt und das Album wurde nach seiner Veröffentlichung im September mit glänzenden Rezensionen besprochen. Es glaubte niemand daran, dass dieses - ursprünglich für die Beach Boys konzipierte - „berühmteste unveröffentlichte Album der Geschichte“ aufgrund der dokumentierten Drogenprobleme von Brian, seiner Zusammenbrüche, der steigenden Distanzierung von der Band und dem tragischen Verlust seiner zwei Brüder jemals das Tageslicht erblicken würde. Und doch fand im Jahre 2004 die Weltpremiere von „Smile“ in London statt – mit der zehnköpfigen Band, die Brian in den letzten zehn Jahren auf Tournee begleitet hatte und erweitert um The Stockholm Strings And Horns. Nach der Premiere folgte die sehr erfolgreiche Tournee und ein Grammy für „Mrs. O’Leary’s Cow“ in der Kategorie „Best Rock Instrumental Performance“.



Über den Gewinn bei der Grammy-Verleihung sagte Brian: „Ich habe 42 Jahre gewartet und das Warten war es wert. Dies repräsentiert den Erfolg und die musikalische Leistung. Ich glaube, ich habe es verdient und ich freue mich sehr, dass ich gewonnen habe.“



Brian Wilson ist vielleicht der größte amerikanische Komponist populärer Musik in der Rock-Ära. Geboren und aufgewachsen in Kalifornien (USA), gründete Wilson die Beach Boys; zusammen mit seinen zwei jüngeren Brüdern, seinem Cousin Mike Love und seinem Schulfreund Alan Jardine. Mit seinen Songs wurden die Beach Boys die erfolgreichste amerikanische Rockband aller Zeiten.



Die Doppel DVD enthält über vier Stunden Material, inklusive der TV-Dokumentation BEAUTIFUL DREAMER und einer Live-Performance von „Smile“, die 2004 in Los Angeles (USA) aufgenommen wurde. Dazu kommt jede Menge Bonusmaterial, wie z.B. ausführliche Interviews, zusätzliche Auftritte, die Aufnahme von „Smile“ sowie Fotogalerien.



Lasst euch diesen Meilenstein der Rockgeschichte auf DVD nicht entgehen.



Artistpage: http://www.brian-wilson.de/

Record Company: http://www.warnermusic.de/

XXXX
17.06.2005 - 11:16 Uhr
das album hätte er nicht veröffentlichen sollen. es war das berühmteste nicht veröffentlichte album neben china demcracy von GNR
Freakie11
17.06.2005 - 14:05 Uhr
Er hat ja nicht das Beach Boys Smile veröffentlicht. Das Album wird uns auf ewig verwehrt bleiben. Es ist ein Brian Wilson Smile mit gleichem Songmaterial, aber deutlich weniger Charme. Trotzdem eine gute Scheibe, aber halt nicht der Meilenstein, den die Beach Boys damals hätten vollbringen können.
Konkret
16.09.2005 - 16:10 Uhr
Hallo allerseits! @Tuchopulp: Korrekt! @Oliver Ding: ich beneide Dich nicht ob deiner mangelnden Sensitivitaet zu diesem Thema.. @Inka: dieses Buch ist ob der "Eugene Landy-Zensur" mit Vorbehalt zu geniessen. Ich halte das hierzu fuer nicht unwesentlich.. Die angeblich detailliertesten Informationen zur Smile-Thematik soll "Look! Listen! Vibrate! Smile!" von Domenic Prior enthalten. Leider hat es mir jemand einmal bei einer Auktion quasi vor der Nase weggeschnappt. Ich bin jedenfalls zutiefst dankbar d.dieses Album ueberhaupt noch erschienen ist! Ich hatte vor dem 1.Hoeren gewisse Befuerchtungen bzgl.der Interpretation gerade dieses Materials, habe sie dann aber (gottseidank!) weitgehend als unberechtigt erfahren. Wie gesagt: ich beneide niemanden der nicht die Intensitaet & Klasse dieses Albums zu schaetzen weiss! Moege Brian noch lange unter uns weilen..
Konkret
16.09.2005 - 16:18 Uhr
Ups, sorry Herr Ding. Hab ich Sie doch glatt geduzt. Wo bleiben nur meine Manieren.. Ob es wohl an dem unsensiblen Statement ihrerseits lag..? ;-))
Oliver Ding
16.09.2005 - 16:36 Uhr
@Konkret: beneide Dich nicht ob deiner mangelnden Sensitivitaet zu diesem Thema

Ich gehe mit meinem Geschmack sogar höchst sensibel um. :-)
Konkret
16.09.2005 - 18:12 Uhr
Das freut mich zu lesen & nehme sie damit direkt gerne mal beim Wort.. Habe z.B. mit Interesse Ihre Rezension ueber GOLDFRAPPS "Felt mountain" gelesen. Haben Sie z.B. einmal daran gedacht das ein Brian Wilson schon 1966 das THEREMIN verwendete (erstmals in "I just wasn't made for these times" von PET SOUNDS, danach dann hier bei "Good vibrations") ? Seinerzeit uebrigens ein lediglich in der Filmbranche eingesetztes Instrument. Warum ich das hier ueberhaupt erwaehne? Weil er damit bereits vor 37 Jahren die Ohren jener (sehr sensiblen?) Hoerer fuer Sound-Wahrnehmungen ueberhaupt oeffnete, derer sich heute Leute wie Will Gregory, wie selbstverstaendlich, bedienen. Um Missverstaendnissen vorzubeugen: ich halte GOLDFRAPPs Debut fuer brillant. Andererseits kann es aber auch nicht schaden sich von Zeit zu Zeit, manchmal auch der vermeintlich kleinen, Urspruenge gewisser musikalischer "Genialitaeten" vor Augen zu fuehren. So auch hier.. Lieber Herr Ding, ich koennte jetzt hierzu noch fortfuehrend WILSONs erstmalige Verwendung eines Cellos in einem Rock- (hier eigentlich mehr Jazz-) Stueckes UEBERHAUPT nennen (Good vibrations), die schwindelerregend-komplexen Harmonien eines SURF's UP, fuer jeden ernsthaften Komponisten sofort als bahnbrechend zu erkennen sind, nennen etc. etc. Vielleicht koennen Sie jetzt ein wenig besser verstehen warum ich im Zusammenhang mit SMILE genannte Adjektive wie 'aufgeblasen', oder 'altbacken' nur mit einem etwas mueden Laecheln mangelnde Sensitivitaet attestieren kann. Oeffnen Sie Ihre Ohren & Ihre Seele fuer SMILE. Es ist eines der ganz seltenen musikalischen Werke d.es in vollster Weise verdient. Mit konkretem Gruss..
Konkret
16.09.2005 - 19:20 Uhr
@Inka: nur Mono? Das ist so nicht korrekt! Zwar hat Brian aufgrund seines eingeschraenkten Hoervermoegens (nur 6% auf dem rechten Ohr) die Weihen des stereophonen Sounds erst etwas spaeter erkannt, aber bei der Produktion nicht ignoriert. Viele Baender transferierte er erst post-produktiv in Mono. Bestes Beispiel: PET SOUNDS, das genau deshalb heute in so hervorragender Qualitaet in Stereo vorliegt. Gottseidank! Mit der Stereo-Version von 1997 taten sich doch nocheinmal klanglichhe Tueren auf die man nicht zu ahnen gehofft hatte. Brian hatte meist die Spuren der Instrumente auf zwei "runtergemischt" um so mehr "Raum" fuer die Gesangsspuren zu bekommen. Wie gesagt, das geschah bis '67 post-produktiv. Allerdings darf man hierbei nicht vergessen das es sich oftmals tonqualitativ noch eher um das beruhmt-beruechtigte "Ping-Pong-Stereo" handelt. Im eigentlichen Sinne hielt die (im "klassischen" Bereich bereits seit Ende der fuenfziger Jahre uebliche) "echte" Stereo-Technik im Rock-Bereich um ca.'65 Einzug. Trotzdem sollte man einige der alten Beach Boys-Klassiker auch klanglich nicht unterschaetzen. Ich hoffe jetzt nicht fuer mehr Verwirrung gesorgt zu haben..
Oliver Ding
16.09.2005 - 19:28 Uhr
Vielleicht koennen Sie jetzt ein wenig besser verstehen warum ich im Zusammenhang mit SMILE genannte Adjektive wie 'aufgeblasen', oder 'altbacken' nur mit einem etwas mueden Laecheln mangelnde Sensitivitaet attestieren kann.

Nicht ansatzweise. Zu dem ganzen Sermon habe ich lediglich ein mattes "So fucking what?" übrig. Ich schildere *meinen* Eindruck. Und der ist in Sachen Beach Boys und Brian Wilson nun mal weitgehend "überschätzt". Einen Geniestreich wie "Good vibrations" wird man nicht wegdiskutieren können. Trotzdem halte ich "Smile" für verzichtbar, eben weil es mir aufgeblasen und altbacken vorkommt. Diesen, meinen Eindruck kann unsensibel finden, wer will. Jucken muß mich das trotzdem nicht.
Konkret
16.09.2005 - 20:27 Uhr
Na, wenn das nicht die sachlich fundierte Begruendung eines Menschen ist, der SEHR SENSIBEL mit seinem musikalischen Geschmack umzugehen versteht.. Oje, da tun sich unter der vermeintlich fachmaennischen Oberflaeche ja bodenlose Abgruende dilettantistischer Ignoranz auf. Schade! Ich sag mal SETZEN, SECHS..
Norman Bates
16.09.2005 - 21:21 Uhr
Die Beach Boys und Brian Wilson sind nun mal sehr stark Geschmackssache. Entweder man mag sie oder man mag sie eben nicht.
Konkret
16.09.2005 - 21:35 Uhr
Das kann man von "Alle meine Entchen" auch behaupten, deshalb handelt es sich hierbei aber nicht um eine Komposition die gehobenen Masstaeben gerecht werden kann, sondern halt um ein Kinderlied. Es gibt, auch in der Musik, Qualitaetsmasstaebe die man nicht durch Geschmacksfragen relativieren kann. Wer sich dessen nicht bewusst ist tut gut daran kein Musikstudium zu beginnen, beschraenkt sich letztlich selbst in seiner sinnlichen Wahrnehmung und kann dann folglich auch nicht wirklich mitreden.
Norman Bates
16.09.2005 - 21:55 Uhr
Dass die Kompositionen in Smile komplex sind, erkenne ich auch. Gefallen müssen sie trotzdem nicht jedem.
takenot.tk
16.09.2005 - 21:59 Uhr
Ich muss sagen, wenn sie Brian Wilson im Pflegeheim gelassen hätten, würde mich das auch nicht sonderlich jucken...
Der Mensch ist einfach zu kaputt um noch irgendetwas auch nur annähernd so gut hinzubekommen wie damals mit den Beach Boys, besonders seinen Live-Auftritte (z.B. Live 8 in Berlin) sind eher von der traurigen Sorte.
Good Vibrations ist mein Lieblings Nicht-Beatles Song, aber in der Smile 2004 Version finde ich absolut überflüssig.
Smile 2004 ist für echte Beach Boys Fans wahrscheinlich sehr schön und wichtig, aber für den Rest der Welt nicht minder verzichtbar als die beiden "neuen" Beatles-Songs mitte der 90er...
Konkret
16.09.2005 - 22:01 Uhr
Hast Du ueberhaupt eine meiner Aussagen wirklich verstanden? Keine Angst, es ist ja nur eine rhetorische Frage.. Aber das verstehst Du ja wahrscheinlich dann auch nicht.. Dann hoer weiter "Alle meine Entchen"..
Konkret
16.09.2005 - 22:21 Uhr
Ich denke das die Musikgeschichte bereits mehr als deutlich belegt hat welchen Stellenwert der Musik eines Brian Wilson beizumessen ist. Die unzaehligen Remineszensen hoechster musikalischer Persoenlichkeiten Runden da das Bild nur ab. Wer bei einem der Konzerte anwesend war und noch nicht voellig abgestumpft ist wird beobachtet haben koennen wie Scharen von Besuchern weinend vor Freude am Ende gegangen sind. Tief beruehrt von einem Ereignis das fuer sie etwas sehr,sehr besonderes war. Kann Musik etwas schoeneres bewirken? Ich werde keine Mail mehr an euch Kuemmerlinge verwenden.. Amen
Norman Bates
16.09.2005 - 22:41 Uhr
@konkret
Dämlicher Musikfaschist. Hat der arme Brian Wilson solche Fans verdient?

Ich rede von "gefallen" und du von "Maßstäben". Du raffst den Unterschied nicht, oder?
Konkret
16.09.2005 - 23:01 Uhr
@Norman Bates: uuuihh, der kleine Psycho (Glueckwunsch,der Nick passt) versuchts jetzt auf die persoenliche.. Haeschen, ich fuerchte davon verstehste auch noch nichts..
Seiltänzer
16.09.2005 - 23:08 Uhr
@Konkret
Ab einem gewissen Alter und Reifegrad sollte man erkennen wie überflüssig und nichtssagend jegliche Formen von Kanonisierungen sind, egal ob im musikalischen, literarischen oder irgendeinem anderen künstlerischen Bereich. Der persönliche Geschmack sollte es einem erlauben auch "Klassiker", "Wegbereiter" oder "Größen der Musikgeschichte" zum Kotzen zu finden. Wenn man sich verzweifelt an historische Bedeutung, technische bzw. kompositorische Qualität, Verkaufszahlen oder Popularität klammert, zeigt man damit nur persönliche Unreife und zudem noch die Unfähigkeit einen eigenen Geschmack jenseits von "Jahrhundertlisten" zu entwickeln.
Norman Bates
16.09.2005 - 23:09 Uhr
@konkret
Guter Mann, wenn du hier rumpöbeln willst, würde ich dir raten, keine E-Mail-Adresse anzugeben.

Ich habe absolut nichts gegen Smile. Aber Typen wie du gehen mir gewaltig auf den Zeiger.
Konkret
16.09.2005 - 23:57 Uhr
@den kleinen Psycho: wen interessiert das schon?..lach..Du bist hier nicht in deiner 8b. Und jetzt geb ich Dir mal einen Rat: drohe niemals Leuten denen Du nicht mal ansatzweise gewachsen bist..
@Seiltaenzer: falsch Seiltaenzer! Es gibt gewisse Werte, in allen kuenstlerischen Bereichen. Diese sind sicherlich FLIESSEND, nichtsdestotrotz aber existent! Ich koennte z.B. Brian Wilson fuer mich persoenlich absolut ablehnen, koennte aber dennoch seine musikhistorische Bedeutung deswegen nicht leugnen. Hier faengt in diesem Zusammenhang FUER MICH persoenliche Reife an. Ich tue mich sicherlich auch oft schwer damit, gerade was Musik betrifft, nicht in Schubladendenken zu verfallen. Ich gehoere zu den Leuten die sich sehr tief mit einer Sache auseinandersetzen wenn sie erst einmal Blut geleckt haben. Aber ich hoffe und denke das mich gerade diese Methodik davor bewahrt so gleichgueltig und leidenschaftslos mit einem so wunderschoenen Geschenk wie der Musik umzugehen. Wenn mich daraufhin deshalb irgendein verklemmtes, psychopathisches Maennlein mit dem musikalischen Sachverstand einer Barbie-Puppe als "Musik-Faschist" beschimpft empfinde ich das noch eher als Kompliment!
Seiltänzer
17.09.2005 - 00:04 Uhr
Es gibt, auch in der Musik, Qualitaetsmasstaebe die man nicht durch Geschmacksfragen relativieren kann.

Monsieur, nichts desto trotz liegen sie mit dieser Aussage falsch. Natürlich würde ich z.B. Wagner niemals seine Bedeutung für die musikgeschichte, sein kompositorisches Talent und seine Popularität absprechen und trotzdem darf ich als Musikhörer mit eigenem Geschmack seine Qualität relativieren, ihn als kitschig, pathetisch, vielleicht sogar präfaschistisch bezeichnen. Wohin kämen wir denn, wenn gewisse Künstler plötzlich als sakrosankt gelten würden? Qualität ist ein Abstraktum, dass sich letzlich nur subjektiv wahrnehmen lässt und dies gilt insbesondere für Kunst jeglicher Art.
Konkret
17.09.2005 - 00:50 Uhr
@seiltaenzer: RELATIVIEREN? Ja! NEGIEREN? Nein! Warum hast Du z.B. Wagner als Referenz gewaehlt? Die Antwort gibst Du selbst: Du kannst ihm seine Bedeutung fuer die Musikgeschichte, bedingt durch sein kompositorisches Talent nicht absprechen. Kein muendiger ,ernsthaft musikinteressierter Mensch koennte das! Was daraufhin, als persoenliche Bewertung noch folgt, ist in Bezug auf meine Argumentation zunaechst gar nicht mehr relevant. Was heisst denn "Wo kaemen wir denn hin..."? WIR SIND LAENGST DORT, UND DAS ZU RECHT! Qualitaet ist kein Abstraktum, sie ebnet sich letztlich immer ihren eigenen Weg. Eigentlich debatieren wir hier laengst auf philiosophischher Ebene. Wahrscheinlich hab ich deswegen auch schon die ganze Zeit Schopenhauer im Hinterkoepfchen: "der Mensch kann tun was er will, aber er kann niemals wirklich wollen was er will". Wir adaptieren unser ganzes Leben lang fremdes Gedankengut (Musik ist ja letztlich auch nichts anderes). Hierbei brauchen wir auch, nicht ausschliesslich, aber eben auch in gewissem Masse die Akzeptanz von Qualitaetskriterien um unser Wissen einordnen und bewerten zu koennen. Die pure Individualitaet wie Du sie stilisierst ist ein Trugbild.
Seiltänzer
17.09.2005 - 01:05 Uhr
Naja, auf Schopenhauer könnte ich ja ganz leicht mit Sartre antworten und das Individuum wäre gerettet. und wenn wir uns schon in den Untiefen der Philosophie bewegen, könnte ich auch Derrida zitieren: "Du wirst nicht falsch verstanden, du wirst nur anders verstanden, als du dich selbst verstehst!" Gerade die Rezeptionsästhetik der letzten Jahrzehnte hat doch hervorgebracht, dass es sehr wohl ein individuelles Urteil gibt, sicherlich durch alle möglichen gesellschaftlichen, kulturellen, von mir aus auch genetischen Determinaten bestimmt, aber dass diese doch ein Individuum konstituieren, evt. nur noch ergänzt durch etwas vollkommen Abstraktes, egal ob du es Seele, Redukt, Negation oder sonst wie nennen willst. Und dieses Individuelle macht die Rezeption von Kunst bei jedem Menschen besonders, eigen und auch richtig.

Schluß, bevor ich noch weiter in klugscheißerischer Selbstbefriedigung versinke. Eigentlich geht es hier ja um Brian Wilson, und der ist mir ehrlich gesagt, und höchst subjektiv relativ egal. Es gibt weitaus (für mich persönlich) bedeutendere Künstler.
dusein von ichbin
17.09.2005 - 01:07 Uhr
Pseudo-Intelektueller, aber ma ehrlich...
Seiltänzer
17.09.2005 - 01:11 Uhr
Musste ja kommen. Hat auch gar nicht lange gedauert! Ich wollte auch gar nicht auf abschicken klicken. Konkret hat angefangen! Selbstverliebt und klugscheißerisch, ja! pseudo nein! das verbitte ich mir! ;)
Konkret
17.09.2005 - 01:25 Uhr
@Seiltaenzer: belassen wir es dabei.. Moechte aber trotzdem anmerken das es nicht uninteressant war. Auch wenn Du ein kleiner "Pseudo" bist.. ;-)) Nichts fuer ungut..

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