Special

Warm anbevolen
20. Pukkelpop-Festival, 18.-20. August 2005

Blick übers Pukkelpop-Festivalgelände vom Am-weitesten-von-Nightwish-entfernten-Punkt aus. Bereits die Ankunft beim Pukkelpop-Festival 2005 und der erste Kontakt mit den Einheimischen erweist sich als ähnlich irritierend wie im Vorjahr. Zwei freundlich däumchendrehende Parkplatzeinweiser sitzen gemütlich unter ihrem Pavillon an der Einfahrt und haben ihren hilfsbereitesten Blick aufgesetzt. Da kurbelt man doch gerne die Scheibe runter. Und erliegt sogleich einen mittelschweren Kulturschock. "Chachsdakchldchadla chfjslfkf chdchjswd chedchjawcheodchwo chopechdfpw chpdrchoüpe chiopchrewr chjkchdpqoe! Chdlfchchchasöd chnchdlckl. Chsdoöachchsdk chlschchda chiwchchdioe chkpvüchaspdf chpdelüd chchchchchchchch!" Aha. Was nun aber, wenn man zugibt, dieser Sprache nicht mächtig zu sein? "Immer geradeaus."

Tja, wir Deutschen mögen gegenüber den Belgiern vielleicht die einfachere und grunzlautärmere Sprache für uns gepachtet haben, aber definitiv nicht die besseren Festivals. Zu der Feststellung kommt jeder unweigerlich, der einen Fuß aufs Pukkelpop-Festival in Hasselt-Kiewit gesetzt hat. Wie? Was? Rocken verboten? Nur eine von vielen Irritationen für den alles irgendwie, aber nichts so richtig verstehenden Deutschen. Was die Besucherzahlen betrifft, ist das Pukkelpop in etwa vergleichbar mit dem hiesigen Southside-/Hurricane-Double. Inclusive Tageskarten beläuft sich die offizielle Zuschauerzahl der dreitägigen Sause am Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils auf rund 45.000. Und dennoch ist hier vieles anders, sehr vieles.

Denn es gibt eben nicht nur zwei Bühnen, die abends mit ärgerlichen, Proll-Fans-anlockenden Headlinern Marke Rammstein oder Die Toten Hosen zugekleistert sind. Sondern sage und schreibe acht Bühnen, die von morgens bis nachts von über 180 Acts beschallt werden. Und das fürs etwa gleiche Geld - das Drei-Tages-Kombi-Ticket für so viel Musik kostet gerade mal schlappe 108 Euro plus Gebühren. Daß beim Pukkelpop auf Bands vom Kaliber U2, Iron Maiden oder Metallica verzichtet wird und stattdessen kaum minder klangvolle Namen wie Pixes oder Nick Cave & The Bad Seeds ganz oben auf dem Plakat stehen, macht das Festival nur noch sympathischer. Nach oben offen: das beeindruckende, dauerrotierende Denkmal, das sich die Veranstalter zum 20. Geburtstag gebaut haben. Jeder, der sich auch nur ein klein wenig für mehr als die Oberfläche des Rock interessiert, wird hier drei Tage lang rastlos von Bühne zu Bühne rennen. Bloß diese Band nicht verpassen! Und diese! Und jene!

Ja ja, die Liste der Vorteile ist lang. Der wichtigste: Hasselt-Kiewit liegt gerade mal 60 Kilometer von Aachen und damit der Grenze entfernt, ist damit aus komplett Nordrhein-Westfalen in maximal drei Stunden Fahrzeit zu erreichen und aus Nord- oder Süddeutschland in rund sechs Stunden. Wieso gurken da so viele Rockfans durch die Republik, statt einen kleinen Blick über die Grenze zu wagen? Auch 2005 ist es selbst mit offenen Ohren nicht möglich, übers ganze Wochenende wenigstens ein Dutzend Deutschsprecher zu entdecken. Schade.

An der Organisation kann die Zurückhaltung der Deutschen nicht liegen. Hier ist halb Belgien auf den Beinen, der ganze Campingplatz wimmelt von Ordnern, deren Verwandten, deren Bekannten und Helfershelfern, Das Plakat mit dem legendären Line-Up von 1991. Die Limbomaniacs mußten kurzfristig absagen, eine Band namens Nirvana sprang spontan ein. Nirvana mit den Ramones auf einem Festival! Davon werden die Dabeigewesenen sicher noch ihren Kindeskindern erzählen. geschätzt für jeden Festivalbesuchern einer. Klar, kleine Schönheitsfehler hat auch das Pukkelpop: Der ganze Campingplatz bietet nur eine Toiletten-Ecke, wo gleich deren Hunderte ein kleines Dixi-Dorf bilden. Auch ist das belgische Publikum nicht nur deutlich jünger, als man es vom deutschen Pendant gewöhnt ist, sondern auch deutlich zurückhaltender - dafür bekommt man nicht an jeder Ecke eine Bierdose an den Kopf. Daß auf dem Campingplatz so ziemlich alles außer Atmen verboten ist, beispielsweise Glas jedweder Art, Grillen oder harmlose Transportwägelchen, mag auch nicht jeder nachvollziehen. Aber hey, die Vorteile wie das großartige Gelände überwiegen. Alles weitere über die Rahmenbedingungen lässt sich im Rahmen des Festivalberichts zum Pukkelpop 2004 nachlesen.

Neu ist 2005 vor allem das Line-Up, für das man sich anläßlich des 20-jährigen Pukkelpop-Jubiläums ganz besonders ins Zeug geschmissen hat. Wer weiß, vielleicht wird dieses ja eines Tages so legendär sein wie das von 1991, bei dem sich Nirvana mit den Ramones die Bühne teilten. Bis dahin: Vorhang auf für das musikreichste Wochenende 2005.

Donnerstag

Art Brut Überraschungen im Zeitplan bleiben nicht aus. Schließlich ist nicht jede Band in Belgien gleich erfolgreich oder erfolglos wie in Deutschland. So lassen sich Lokalmatadoren wie Ozark Henry oder Zornik auf der Co-Headliner-Position am späten Nachmittag erklären.

Aber wie kann man bitte die schon seit längerem europaweit heiß gehandelten Art Brut zur Frühstückszeit spielen lassen? Der zahlreich aus den Federn gekommenen Meute ist's egal. Die erfreut sich an den formvollendeten Melodien der Briten, am himmelschreienden Humor von Sänger Eddie Argos, an seinem leidlich zugeknöpften Hemd, das vor den Folgen von zu viel Fish & Chips warnt. Oder auch an dem Charme der Bassistin. Die beste Show des Wochenendes gleich zum Auftakt? Es werden sich jedenfalls noch viele die Zähne daran ausbeißen, diese Sternstunde großen Entertainments zu toppen.

Die Subways sind vielleicht im Bassistinnen-Rennen vorne mit dabei, rechtfertigen mit ihrem rauhen Ash-meets-Vines-Sound aber nicht ganz die Vorschußlorbeeren für ihr bevorstehendes Debüt. Auch die Kaiser Chiefs liefern eher Dienst nach Vorschrift, nicht ohne Verve zwar. Aber aus den großartigen Songs ihres Debüts ließe sich sicher mehr rausholen. Der Meinung ist wohl auch die aus allen Ecken des Geländes herbeigestürmte Zuschauerschaft, die sich eher verhalten gibt.

Weil ja alle noch das Kaiser Chiefs zuende schauen wollen und sein Auftritt anstelle der 22-20s erst zwei Tage zuvor bestätigt wurde, fristet K-Os auf einer der kleineren Bühnen ein unverdient einsames Dasein. Zunächst ist nur ein winziges, internationalst gemischtes Publikum zur Stelle. K-Os Aber wie viel wirklich in dem Rapper aus Trinidad/Tobago steckt, das hat sogar der Rezensent dieser Seiten viel zu spät bemerkt. Daher hier noch mal zur Ehrenrettung: Sowohl live wie auch auf Platte kann dieser Mann alles. Singen, Keyboardspielen, Rappen (gerne Freestyle), famose Songs schreiben, das Publikum mitreißen, kurzum: was er will. Gerne auch mal "Hit the road Jack" und "Message in a bottle" anspielen und "Man I used to be" Michael Jackson widmen. Selbst für Vergleiche mit Wyclef Jean ist K-Os längst zu gut.

Sogar die ach so hoch gelobten The Roots läßt K-Os hinter sich. Deren Auftritt verliert sich nämlich viel zu sehr in Improvisation und die Anreihung von Cover-Fragmenten. Die Hits dazwischen muß man suchen. Vor allem, wenn man die Dichte der vorangegangenen Social Distortion zum Maßstab nimmt. Die frenetisch gefeierten Belgier Soulwax bieten in der "Dance Hall"-Bühne einen Vorgeschmack auf ihr bevorstehendes "Nite versions"-Album, das "Any minute now" ohne Gitarren in Extended Versions entspricht. Und weil ja HipHop, Elektro und Altherrenpunkrock noch nicht das ganze Spektrum des Pukkelpop umfasst, geht es dann auch flugs zur "Skate Stage".

Coheed And Cambria beim Sich-geil-Fühlen Dort wollen Coheed And Cambria einige Songs ihres kommenden Albums "Good Apollo, I'm burning star IV Volume 1: From fear through the eyes of madness" vorwegnehmen, das sicher nicht minder kompliziert ausfallen wird wie sein Titel. Der so schön zurechtgelegte Opener, das bereits von der offiziellen Homepage bekannte "Welcome home", ist zu viel für die Sicherungen. Zweimal haut's den Herren den Strom weg. Dann läuft es doch wie geschmiert, auch dank den Hits der letzten beiden Alben. Vorerst. Denn mit der letzten Viertelstunde ticken nun auch der Band die Sicherungen aus. Mit einem weiteren neuer Song, der die Erwartungshaltungen auf den Boden zurückholt - und der in ein zehnminütiges Instrumentalgegniedel ausartet, das nicht enden will und besser auch nie angefangen hätte. Lieber Claudio Sanchez, ist ja alles ganz prima, was Du da kannst! The Polyphonic Spree. Besser gesagt: mangels Weitwinkelobjektiv nur ein ganz kleiner Auszug von The Polyphonic Spree. Aber sich mächtig geil fühlen, die Gitarre für mehrere Minuten hinter dem Kopf zu bearbeiten und dann auch noch mit den Zähnen, das darf heute nicht mal der Frontmann einer noch so tollen Band. Auch keiner mit Hendrix-Gedächtnis-Putzwolle auf dem Kopf und den CS-Initialen. Ab an die Tafel. 100x schreiben "Ich bin nicht Carlos Santana." Wird's bald?

Was soll man nach diesem Schock auch anders machen, als übers Gelände zu irren und drei Bands innerhalb einer halben Stunde anzutesten? Fort Minor alias das Projekt von Mike Shinoda alias der Typ von Linkin Park, dem's in seinen Raps immer so dreckig geht, brauchen nicht mal Beastie-Boys-Braucher. The Bravery braucht's da schon eher, aber vor allem hätten mal Franz Ferdinand lieber im Studio etwas länger gebraucht, um an ihren neuen Songs zu werkeln. Die sind nämlich so toll nicht.

Tanz den Adam! Herr Green animiert zum Mitmachen. Aber was zählt das schon, bei dem, was folgt: die Erleuchtung! Es spielt keine Rolle, ob The Polyphonic Spree nun nur die Ausfahrt zum zeitgleich stattfindenden Weltjugendtag verpaßt haben oder nicht. Jetzt sind sie da, und man will sie nicht wieder wegschicken. Gezählte 23, gefühlte zweitausend Musikanten entfachen auf der Bühne in hellblauen Gewändern ihren pompös-spirituellen Hippie-Wirbel. Egal, ob im achtköpfigen Chor, an der Harfe oder der Trommel: Die Damen und Herren Spree können und wollen nicht stillhalten und bewegen stets alle Körperteile, die im jeweiligen Moment nicht gebraucht werden. Der irre Trommler besteigt mit Instrument und Gewand im Gepäck sogar ohne Netz und doppelten Boden das sechs Meter hohen Lautsprechergerüst. Aber einer wie er hat ja sicher einen guten Schutzengel. Und dank Oberguru Tim DeLaughter wissen wir jetzt auch, was der Geistliche von heute "drunter" trägt: Converse-Treter in knallgelb. Was für ein Auftritt! Der audiovisuelle Overkill. Wolke sieben garantiert.

Damit ist der Abend gelaufen, klar. Vor allem, wenn er vornehmlich aus Haudrauf-Elektronikern wie Basement Jaxx oder The Prodigy besteht, denen man sich nach so viel Wohlklang lieber nur aus sicherer Entfernung aussetzt. Adam Green ist da schon eher geeignet. Einmal mehr nimmt man ihm die aufgesetzte Putzigkeit allzu gerne ab. Und zwirbelt mit ihm ein Tänzchen aus den Hüften.

Freitag

Mal wieder nix zu tun: Die Sanitäter vom Der zweite Tag startet heimelig: Auch die Nürnberger The Robocop Kraus haben den Weg nach Belgien gefunden und stellen ihre internationale Klasse unter Beweis. Den haben Good Charlotte längst erreicht, glaubt man den Verkaufszahlen. Liest man die Zeitplan-Broschüre, wollten die Belgier die Amis jedoch selbst nicht so recht bei ihrem Festival haben: "Ultra-Amerikaanse jonge gasten met de juiste looks, de coolste tatoeages, en een snel aangroiend banksalso. Wie de babyshampoo is ontgroeid, gelieve zich te onthouden. Alle anderen: veel plezier enm op tijt tuis" Was auch immer das heißt: sicher nichts Gutes.

Der Make-Up-Verbrauch von Good Charlotte ist aber noch recht moderat, verglichen mit den zahlreichen Schwarzkitteln, die mit Tagesbändchen über das Pukkelpop hereinfallen. Klar, stehen ja auch Nightwish und Marilyn Manson auf dem Programm. Aber auch an VHS Or Beta haben die dunklen Herrschaften ihre helle Freude, zählen die doch zu den besten der gegenwärtigen Cure-Kopisten.

The Arcade Fire So richtig eigenständig, aber auch reichlich ohrenbetäubend krakeelen dann die hoch gehandelten Death From Above 1979. In ganz klassischer Anti-White-Stripes-Besetzung, natürlich. Originalität kann man auch guten Gewissens The Go! Team unterstellen. Drei Mädels, drei Jungs, ein fröhliches Bäumchen-, Instrumente- und Stilrichtung-wechsel-Dich-spielchen und ein vermeintlich fehlgeleiter R&B-Hase als Frontfrau, wo kriegt man sowas schon zu sehen? Ebenfalls einen Aha-Effekt wert sind die Futureheads, bei denen vor allem der astreine mehrstimmige Prinzen-Gedächtnis-Gesang restlos packt.

Maximo Park Als ob noch nicht genügend Schwarz zu sehen ist, hübscht auch das Alkaline Trio seinen Sound mächtig mit dunklen Tönen auf und prügelt von "Time to waste" über "Private eye" bis "Radio" alle Hits runter. So richtig anschwellen soll die Begeisterung aber erst bei The Arcade Fire. Die Bühne wird fast so eng wie tags zuvor bei The Polyphonic Spree, und daß auch The Arcade Fire zu Höherem berufen sind, daran herrscht am Ende kein Zweifel.

In etwa so viel wie ganz The Arcade Fire bringt inzwischen Frank Black auf die Waage, das tut dem Best-Of-Set seiner Pixies aber keinen Abbruch. Gleich mal mit "Where is my mind?" die Hit-Kiddies verjagt, so muß das sein. Klar, daß da noch reichlich Pulver zum Nachladen in der Kanone ist. Fragt sich's nur: Wieviele Festivalsommer wollen sie uns noch mit ihren alten Gassenhauern vertrösten?

Zum Glück stehen die neuen Megastars schon in den Startlöchern. Hype hin, Hype her, erst live wird einem so richtig klar, was Maximo Park da für ein Debüt vollbracht haben. Wenn Du glaubst, es geht nicht mehr, kommt immer noch ein weiterer Hit daher. Als mindestens genauso schleimig wie sein Seitenscheitel entpuppt sich Sänger Paul Smith. Aber nach dem x-ten Kompliment an das ach so tolle Belgien und das spitzenmäßige Publikum, mit dem es sich very great hier sein läßt, hat er einen im Sack. Und zur Feststellung gebracht: Diese Band ist mindestens genauso sympathisch wie ihre Songs.

Samstag

Patrick Wolf Pete Doherty hat wohl zur Zeit andere Sorgen und sagt seinen Pukkelpop-Auftritt ebenso kurzfristig ab wie unter anderem die Rakes und die Dresden Dolls. Dafür wartet einer, der von der Zeitplan-Broschüre mit Fug und Recht "warm anbevolen" wird: Patrick Wolf. Wie immer exquisit gekleidet, hat der Brite nur einen Drummer im Gepäck, dafür aber jede Menge Instrumente für sich selbst. Höchste Zeit, daß dieser Mann es über den Status eines Geheimtips hinausschafft. Zwischenzeitlich schießen dem ergriffenen Zuschauer sogar die Worte "Jeff" und "Buckley" in den Kopf. Nicht zuletzt dank der unglaublichen Coverversion von Kate Bushs "Running up that hill".

Und an der Schulterhaltung arbeiten wir auch noch: Towers Of LondonWas soll danach noch kommen? Die Gute-Laune-Bolzen von Hot Hot Heat? Aber gerne. Auch wenn man für deren Orgel-Spiel-ohne-Grenzen bei all den tollen Songs dennoch einen dicken Geduldsfaden braucht. Heather Nova erweist sich auf der Hauptbühne immerhin einmal mehr als Meisterin im Gutaussehen-und-mehr-nicht, dafür ziehen Ghinzu sämtliche Stilregister, nebst "Blue Suede shoes"-Cover. Ein harter Brocken, fürwahr.

Schwer schlucken muss man auch bei Towers Of London. Der NME steht Kopf, bald werden sie auch nach Deutschland einfallen. Wer sich schonmal in Deckung bringen möchte: Die Herren sehen nicht nur so aus wie Mötley Crüe, L.A. Guns oder Guns N' Roses, sie klingen auch so. Die Frisur sitzt, das Mikro wird abwechselnd durch die Luft gewirbelt und als Gliedindikator an die Extremitäten gehalten, die Songs machen keine Gefangenen. Da sollten sich The Darkness besser warm anziehen. Naja, sollten sie sowieso mal.

Nach dem professionellen Würfelhusten-Metal von Korn dürfen Nick Cave & The Bad Seeds den Abschluß bilden. Bis nächstes Jahr dann! Mit leider zu vielen Songs des aktuellen Doppelalbums, einem verrockten "Weeping song", aber auch mit der ganzen Ausstrahlung eines großen, alten Mannes.

Und weil das Pukkelpop ja 20 wird, lassen sich die Veranstalter nicht lumpen. Kaum sind die letzten Akkorde verklungen, jagen sie circa für jeden gespielten Ton des Wochenendes eine Rakete in die Luft. Das endlose Feuerwerk soll dem Ohrensausen Knall auf Fall den letzten Rest geben. Und alle Besucher dazu zu motivieren, sämtlichen Freunden weiterzusagen, wie toll es war. Aber klar doch. Liebe Freunde von Plattentests.de: Wer wirklich mal ein Festival im Nonplusultra-Bereich erleben möchte, streiche Southside/Hurricane aus seinem 2006er-Kalender. Und garniere den August schon einmal mit roten Kringeln. Warm anbevolen.

Links:
Pukkelpop
Pukkelpop 2005 (Diskussion in unserem Forum)

Text: Armin Linder
Fotos: Armin Linder