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Amy MacDonald - Life in a beautiful light

Amy MacDonald - Life in a beautiful light

Melodramatic / Universal
VÖ: 08.06.2012

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Deine Stimme zählt

Nur Peanuts

Wenn es zwei Worte zu wählen gilt, die Amy MacDonald und ihre Musik beschreiben sollen, dann sind das wohl "direkt" und "schnörkellos". Promiveranstaltungen bleibt sie fern, Klatschgeschichten entstehen erst gar nicht, die Schminke sitzt dezent, ihre Auftritte sind unglamourös. Vermutlich werden 94 von 100 Befragten ihr das Prädikat "Mädchen von nebenan" zusprechen. Und so klingen dann auch ihre Texte. Konkrete Themen, einfache Sprache, ein paar Klischees und wenig Platz für interpretatorische Spielräume. Dann ziehen sich die Augenbrauen schon einmal ungläubig nach oben, wenn sie erzählt, in "Human spirit" gehe es um das Grubenunglück in Chile - man darf sich aber auch nicht wundern. Über die unflätig dumpfen Weihnachtsglöckchen dagegen schon.

"Left that body long ago" thematisiert sodann die Alzheimer-Krankheit eines Familienmitglieds. MacDonald formuliert es hörbar emotional als Trost für Angehörige. Es beruhigt auf eine gewisse Weise, sich einzureden, keinen Verwandten verfallen zu sehen, sondern jemanden vor sich zu haben, der seine Hülle zurückggelassen hat: "This is not the end / This is goodbye / I just wanted you to know / That I left that body long ago." Hört man dann auch noch "In the end", in der sie sinniert, ob Musikerin nun eine erstrebenswerte Tätigkeit ist, gehört "Life in a beautiful light" unerwartete Nachdenklichkeit attestiert. Das Bild aber trügt. Denn MacDonald klingt auf ihrem dritten Abum nach einem Jahr Pause entspannt ,und die Nummern strahlen, ob ihrer Melodieheischerei, deutlich mehr als noch auf "A curious thing".

Schon mit dem Einspieler der amerikanischen Nationalhymne zelebriert MacDonald in "4th of july" die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag. Fortan stellt sich heraus: Auf der Fete sind Handclap-Rhythmus, Bläser, Celli und Violinen geladen, der mehrstimmige Chor ohnehin. Ein hörbarer Reißbrett-Entwurf par excellence und doch nach dem zweiten Mal als Hit tief im Ohr. Und so geht das weiter. Denn es traut sich niemand, dem Reißbrett die Reißleine zu ziehen. Warum? Weil dem häufig mit E-Gitarren versehenen Uptempo-Poprock eine Wohligkeit innewohnt, die nicht totzuprügeln ist und nur selten die Ohren strapaziert, wie es "Human spirit" oder die ersten zwei Minuten von "Life in a beautiful light" hartnäckig versuchen.

"Pride" entpuppt sich dabei als der aufgepimpte "This is the life"-Schwager, und in der Single "Slow it down" flattert der Besen um die Snare wie eine Motte um das Licht. Für "The game", mitgetragen von Piano und verstärkt mit Bläsern, muss sich MacDonald dann auch stimmlich richtig ins Zeug legen, ehe "Across the nile" wieder beherzt daran arbeitet, nicht vergessen zu werden. Erklären lässt sich das nicht so recht. Vermutlich sagen Snoopy-Poster eben doch die Wahrheit: "We love the simple things in life."

(Stephan Müller)

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Highlights

  • The days of being young and free
  • Left that body long ago

Tracklist

  1. 4th of july
  2. Pride
  3. Slow it down
  4. The furthest star
  5. The game
  6. Across the nile
  7. The days of being young and free
  8. Left that body long ago
  9. Life in a beautiful light
  10. Human spirit
  11. The green and the blue
  12. In the end

Gesamtspielzeit: 49:00 min.

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