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Super700 - Under the no sky

Super700 - Under the no sky

Motor / Rough Trade / Believe
VÖ: 06.04.2012

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Deine Stimme zählt

Quaks und Co

Die feine englische Art ist das nicht. In der Kritik mit Missgunst zu starten, steht eigentlich bei jeden Verhaltensregeln unter einem dick unterstrichenen "Verboten". Zu recht, denn nach mehrmaligem Hören ist aus einem Ärgernis denn auch mehr eine ungläubige Frage geworden. Was ist da mit dem Song "Queen of inbetween" auf Super700s Drittwerk passiert? Warum steht da im Mittelteil die Imitation von Froschgequake? Der Rezensent mag es nicht verstehen, weder als lustig, noch geht eine erkennbare Verbindung über Königin-Frosch hinaus. Das ist auch nur deshalb erwähnenswert, weil es nicht das einzig störende Element in dem ansonsten fein gezupften und mit Zeilenumbrüchen übersäten Schlusstrack darstellt; es ist auch der einzige Makel auf einem ansonsten starken Album.

Die Reise von Super700 aus Berlin durch das Popgeschehen treten sie in geänderter Besetzung an, ein Quartett um die liebliche Sängerin Ibadet Ramadani ist übriggeblieben und hat in Eigenregie "Under the no sky" fertiggestellt. Eine gute Wahl. Durch "21st century girl" schleppt sich der Schlagzeugbeat wie ein Hobbymarathonläufer auf den letzten Metern. Im Mittelfeld gniedelt eine Gitarre und ins Sturmzentrum brummt sich eine Kazzoo. "Life with grace" ist eine zeitlose Indiepopnummer geworden, aus der auch die Streicher nicht als Zeitnager hervorgehen. Die Single "Decent snow" gibt sich in den Strophen gedämpft rockend, im Refrain holt die E-Gitarre zwar tief Luft, erkennt aber die Blüte des Refrains und lässt den Streichern den Vortritt.

Nach dem Anfangstrio scheint es einen kleinen Bruch zu geben. Eingestielt am Piano, fragt "One of a kind" wenig aufregend, woher Liebe und Hass kommen und gibt sich sogleich die noch unaufregendere Antwort: "It comes from the bottom of our hearts." Diese notariell beglaubigte Langeweile interpretiert Ramadani aber fürsorglich, beruhigend und nüchtern zugleich, und gepaart mit dem aufbauschendem Instrumentarium sowie dem Wechsel der Western-Gitarre hin zum sehnsüchtelnden Begleitstück ist die redundante Frage längst vergessen. "When the evening comes" zündelt am Afro-Beat herum, "Make rain" legt einen kleinen Tango ein, "Dear wolf" rockt grazil über das Märchen der drei kleinen Schweinchen und das wärmende "Old moon" lässt kurz vergessen, wie sehr man die Cardigans vermisst. Dass der Hörer sich am Ende dann über ein Quak mokiert, ist eigentlich Quark. So viel Frosch sollte niemand sein.

(Stephan Müller)

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Highlights

  • 21st century girl
  • Life with grace
  • Decent snow
  • Old moon

Tracklist

  1. 21st century girl
  2. Life with grace
  3. Decent snow
  4. One of a kind
  5. Under the no sky
  6. When the evening comes
  7. Old moon
  8. Dear wolf
  9. Make rain
  10. My bones
  11. Queen of inbetween

Gesamtspielzeit: 41:34 min.

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