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Devin Townsend Project - Deconstruction

Devin Townsend Project - Deconstruction

InsideOut / EMI
VÖ: 17.06.2011

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Deine Stimme zählt

Heißes Waffeleisen

Auch wenn diese Tatsache mittlerweile hinreichend bekannt sein sollte: Devin Townsend hat einen an der Waffel. Und zwar dermaen, dass er es fr lohnenswert erachtet, seine diversen Defekte in einem auf nicht weniger als vier Alben angelegten Zyklus zu verarbeiten. Nach dem entrckten "Ki" und dem geradezu unverschmt poppig-eingngigen "Addicted!" hatte Townsend bereits 2009 angekndigt, dass "Deconstruction" und das abschlieende "Ghost" die volle Distanz von extremem Krach bis zu tiefenentspanntem Ambient ausloten sollten.

Von Krach kann beim Opener "Praise the lowered" allerdings wei Gott nicht die Rede sein, vielmehr drngt sich der Eindruck auf, man habe versehentlich doch zu "Ghost" gegriffen. Nur: Wer daraufhin den Regler in Erwartung sanft blubbernder Ruhezonen hochzieht, sieht sich ab der Hlfte des Songs vor den Trmmern seiner durchgebrannten Lautsprecher. Denn der sich mit druendem Doublebass ankndigende Spannungsbogen steigert sich ebenso wie das folgende "Stand" zu kultiviertem Krach, der seinerzeit locker auf ein Strapping-Young-Lad-Album gepasst htte.

Mit einer wahren Armada von Gastmusikern wie Mikael kerfeldt von Opeth oder Ihsahn von den Black-Metallern Emperor trmmert Townsend fortan bisweilen Groes ein. "Juular" zum Beispiel klingt wie Polka auf ADHS, "Sumeria" ist eine wahre Krach-Oper, whrend "Planet of the apes" oder das grammyverdchtig betitelte "The mighty masturbator" geradezu zappaesk an den Nerven zerren. Dass bei letzterem Song Greg Puciato von The Dillinger Escape Plan mit von der Partie ist, verwundert dann auch nicht mehr wirklich.

Beim Titelstck allerdings bertreibt es Townsend dann aber doch: Whrend das Textkonzept rund um die Zerlegung eines Cheeseburgers geradezu genial dmlich ist, erinnern die Flatulenzen in den gesampelten Dialogen doch eher an Grundschler-Humor. Warum? Das wei wohl nur der Kanadier, fr den diese Platte aber ohnehin "as subtle as a boner in sweatpants" ist. Leider erreicht er damit nur manchmal die erhabene Durchgeknalltheit von "Terria" oder "The physicist", doch ein groes Werk der Krachkunst ist "Deconstruction" allemal. Wenn Townsend damit mit seinen alten Drogen-Dmonen aufrumen wollte, dann hat er ganze Arbeit geleistet. Und zwar mit Donnerhall.

(Markus Bellmann)

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Highlights

  • Juular
  • Sumeria
  • The mighty masturbator

Tracklist

  1. Praise the lowered
  2. Stand
  3. Juular
  4. Planet of the apes
  5. Sumeria
  6. The mighty masturbator
  7. Pandemic
  8. Deconstruction
  9. Poltergeist

Gesamtspielzeit: 70:44 min.

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