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Blur - 13

Blur- 13

EMI
VÖ: 15.03.1999

Unsere Bewertung: 10/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

New adventures in space

Brit-Pop war gestern, zumindest für Blur. Einzig das entspannte von Graham Coxon gesungene "Coffee & TV" hätte noch einer der früheren Alben entstammen können. Ansonsten unternehmen Blur auf "13" jede nur mögliche Anstrengung, sich vom Brit-Pop, der ja für viele fast schon den Status eines Four-Letter-Words hat, zu distanzieren. Bereits der Auftakttrack "Tender", ein fast achtminütiges Loblied an das höchste aller Gefühle, mit tatkräftiger Unterstützung des London Community Gospel Chors aufgenommen, verweigert sich augenzwinkernd allen gängigen Songstrukturen und -Längen.

Es folgen auf den Punkt gebrachte Krachstücke wie "Bugman" und "B.L.U.R.E.M.I." und epische Stücke wie "Battle" und "Caramel". Vor allem auf letzteren ist deutlich der Einfluß von Produzent William Orbit zu hören, der nach Madonnas "Ray of light" zum ersten Mal ein Blur-Album produzierte. Es fiept und blubbert an allen Enden, jedoch viel weniger aufdringlich als auf dem Madonna-Album. "Space is the place" wimmert Damon Albarn am Ende von "Bugman" wie aus einer anderen Sphäre - Blur haben ihr neues Zuhause dort gefunden.

Insgesamt fällt es schwer, Referenzen oder gar eine Schublade für den neuen Blur-Stil zu finden. Einzig an Radioheads "OK computer" fühlt man sich in einigen Stellen erinnert. Und Blur könnten mit diesem Album genau das geschafft haben, was Radiohead 1997 mit "OK computer" gelang: das Indie-Album des Jahres vorzulegen und damit gleichzeitig ihren eigenen Stil gefunden und geschaffen zu haben.

(Armin Linder)

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Highlights

  • Coffee & TV
  • Battle

Tracklist

  1. Tender
  2. Bugman
  3. Coffee & TV
  4. Swamp Song
  5. 1992
  6. B.L.U.R.E.M.I.
  7. Battle
  8. Mellow song
  9. Trailerpark
  10. Caramel
  11. Trimm trabb
  12. No distance left to run
  13. Optigan 1

Gesamtspielzeit: 66:43 min.

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User Beitrag

MopedTobias

Postings: 6903

Registriert seit 10.09.2013

08.10.2015 - 17:16 Uhr
Finde 13 deutlich besser als Kid A, weil 13 immer noch (fast) durchgehend grandiose Songs hat, was Kid A imho etwas abgeht. Die Think Tank find ich noch stärker, hat einfach noch bessere Songs und dazu dieser herrlich sonnige Grundton. The Magic Whip fand ich auch stark, was den Rest angeht, bin ich bei Fiep, mit Blur als Britpoppern konnte ich nie was anfangen, die s/t hat aber noch ein paar Highlights.

mariobava

Postings: 85

Registriert seit 07.10.2015

09.10.2015 - 00:36 Uhr
"THE MAGIC WHIP hat mich etwas enttäuscht, nicht weil es schlecht ist, sondern weil es unfertig und weniger detailreich wirkt"

Gerade das habe ich gar nicht so empfunden.
Naja weniger detailreich bestimmt, aber dass fand ich natürlich gerade gut.

Es ist für mich persönlich das erste Blur-Album dass mich nicht nervt.

Parklife finde ich schlimm, Great Escape noch schlimmer. Diese beiden Alben verkörpern für mich genau das warum britische Musik lange Zeit ausserhalb von England kaum noch auf Interesse stieß.

Mir ist bis heute schleierhaft warum es aus gerechnet mit Parklife dann wieder gezündet hat.

bazilicious

Postings: 2908

Registriert seit 27.06.2013

12.10.2015 - 22:13 Uhr
Parklife und Great Escape sind ganz großartige Meisterwerke, ihr Banausen.

The MACHINA of God

Postings: 7264

Registriert seit 07.06.2013

12.10.2015 - 23:10 Uhr
Auf jeden Fall zwei ziemlich gute Alben, wobei "Parklife" deutlich besser ist.

Ihr bestes ist und bleibt aber "13". Wie hier Lagerfeuer und Weltraum vereint werden, ist einfach herrlich. "Tender", der Gospel-Epos. "Bugman", (nach 1,5 Minuten) der wunderbarste Noise der Welt. "1992" irgendwann auch. "Battle"!!!!! Wie "Caramal" einen einlullt, um dann mit einem abzuhauen. Wie "Trimm trabb" irgendwann loslegt. Dazu der ganze Liebeskummer von Damon, der das Album gleichzeitig am Boden und am Herzen hält. Nee, unerreichbar.


Demon Cleaner

Postings: 5648

Registriert seit 15.05.2013

13.10.2015 - 08:41 Uhr
So kann man das zusammenfassen. :-)
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