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The Pineapple Thief - Someone here is missing

The Pineapple Thief- Someone here is missing

KScope / Snapper / Edel
VÖ: 28.05.2010

Unsere Bewertung: 8/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Das Bilderrätsel

Zu den erfreulichen Entwicklungen im Tonträgermarkt der Neuzeit gehört die Renaissance der Schallplatte. Genau, dieser große, meist schwarze Vinylteller, auf dem zwecks Musikgenuss mit einer Nadel herumgekratzt wird. Ein großer Vorteil dieses Formats: Man kann sich in der Kunst der Verpackungsgestaltung so richtig austoben. Diesbezüglich hoffnungslose Nostalgiker dürften also in schiere Verzückung geraten, wenn sie erfahren, dass das Artwork zu "Someone here is missing" von niemand Geringerem als Storm Thorgerson stammt, dem Mitbegründer der legendären Cover-Schmiede Hipgnosis.

Alles andere als Nostalgie hingegen kommt beim ersten Hören dieses Albums auf. Denn Bruce Soord hat sich nicht nur fürs Cover mit Hunderten von Post-Its zupappen lassen, sondern auch mal eben den bisherigen Sound seines Projekts The Pineapple Thief ziemlich gründlich über Bord geworfen. Insbesondere nach dem Quasi-Durchbruch "Tightly unwound" ist es zwar verdammt mutig, den frisch eingeschlagenen Weg gleich wieder zu verlassen, doch der neue, ungewohnte Sound gelingt überraschend gut.

Denn "Nothing at best" brennt ein Feuerwerk zwischen Muse, Pure Reason Revolution und den in diesem Fall unvermeidlichen Porcupine Tree ab. Statt sanft perlender Akustikgitarren dominiert treibendes Geplucker, aufgewühlt vom einen oder anderen donnernden Riff. Das überragende "Preparation for meltdown" wächst zu einem atemberaubenden Ritt zwischen Radiohead, den erwähnten Muse und Nine Inch Nails an, nur um anschließend von Kissen mit Pink-Floyd-Stickerei aufgefangen zu werden.

Das alles ist natürlich radikal, für manchen Anhänger aus den früheren Zeiten der Band möglicherweise sogar zu radikal. Doch auch sie müssen eingestehen: Diese Elemente und Refrains zum Niederknien wie beim bittersüßen Titeltrack fehlten bislang zum viel zitierten nächsten Schritt in der Entwicklung des Sounds - weg vom sicherlich guten, aber latent verkopften und introvertierten Songwriting früherer Alben hin zur permanenten Auslotung neuer Grenzen. Bruce Soord zumindest hat diese Grundeinstellung progressiver Musik mittlerweile verinnerlicht. Und sich nicht bloß hinter die Ohren geschrieben.

(Markus Bellmann)

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Highlights

  • Nothing at best
  • Preparation for meltdown
  • Someone here is missing
  • So we row

Tracklist

  1. Nothing at best
  2. Wake up the dead
  3. The state we're in
  4. Preparation for meltdown
  5. Barely breathing
  6. Show a little love
  7. Someone here is missing
  8. 3000 days
  9. So we row

Gesamtspielzeit: 45:23 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
nörtz
31.05.2010 - 11:35 Uhr
Ich habe mir jetzt mal den Vorgänger angehört, der hier 7/10 bekommen hat und das Teil gefällt mir. Es gibt also keine großen Unterschiede beim neuen Album zu verzeichnen?

31.05.2010 - 11:39 Uhr
Nur weil's hier ADW ist muss es noch lange von jedem angehört werden.
toolshed
01.06.2010 - 03:22 Uhr
Dieser Band fehlt noch so einiges, um über lange Strecken interessant zu klingen, meine ich.

Es gibt also keine großen Unterschiede beim neuen Album zu verzeichnen?

Gestern beide mal durchgehört: klang nicht viel anders, nein.
dr. note
01.06.2010 - 08:53 Uhr
Ich fand die Neue auch erst langweilig. Die selbe Soße wie immer...

Das Album wird aber mit jedem Hördurchgang besser und lässt die beiden Vorgänger klar hinter sich. Ihr bestes seit "little man".
Third Eye Surfer
01.06.2010 - 23:39 Uhr
"Ihr bestes seit 'little man'."

Weiß nicht. Find sie in etwa gleich auf mit der Tightly Unwound. Little Man, 10 Stories Down, Variations On A Dream und Abducting The Unicorn stecken die neue aber allesamt locker in die Tasche.

Mag's trotzdem. Nur eben nicht so sehr wie die genannten.
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