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Funeral For A Friend - Tales don't tell themselves

Funeral For A Friend - Tales don't tell themselves

Atlantic / Warner
VÖ: 18.05.2007

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Deine Stimme zählt

Multipler Höhepunkt

Als Funeral For A Friend vor bald vier Jahren im Schlepptau von ausgerechnet Iron Maiden auf der internationalen Bühne vorgestellt wurden, war das für die einen ein mittelschwerer Kulturschock. Für die meisten dort Anwesendenden nämlich, aus Gründen, die vielleicht, möglicherweise, ach, Faden verloren. Also nochmal. Sagen wir's mal so: Zwischen Tradition und heißem Scheiß liegen zwei Paar Schuhe. Und heißer Scheiß, das waren Funeral For A Friend schon. Ihre Musik, nah am Puls der Zeit gebaut - 2003 durfte zu tausend "Oohoooh"-Refrains auch mal herzhaft gebrüllt werden, ohne dass sich großartig jemand was dabei dachte. Jetzt mal von den Jungs in der Iron-Maiden-Kutte abgesehen.

Sie sind und waren nie ausgesprochen golden, aber in guten Momenten sind und wären Funeral For A Friend veritable Nachfolger für Sense Field, The Juliana Theory, Incubus. Gute Momente, das haben die. "All hands on deck part 2: Open water" ist definitiv so einer. Noch-so-ein-Goldkehlchen Matthew Davis-Kreye kommt vor lauter Harmoniemachen kaum mehr zum Luftholen, man selbst übrigens auch nicht. Dass "The diary" und "Into oblivion" dann auch so Teile sind, die man prinzipiell gar nicht mal so leicht direkt aus dem Ohr rauskriegt, ist schon ganz schön.

Und gefällig arrangiert ist das alles! Aufnahmebudgets hatten Funeral For A Friend schon seit eh und je, und wenn es in "All hands on deck part 1: Raise the sail" nach zackigem Riffing eine pompöse Streicherabfahrt als Zugabe gibt, dann ist schnell klar, dass sie auch für dieses Album eher nicht nur gekleckert haben. Der nächste "Ooohoooh"-Refrain? Der ist auch nirgends wirklich weit.

Dass auf "Tales don't tale themselves" also wieder Musik drauf ist, die man ungeniert seinen Eltern vorstellen könnte, ist jetzt auch nicht so die Überraschung. Ein runder "Oohooooh"-Refrain sagt mehr als tausend Rezensionen, und so ist das dann eben. Diese Musik, man fühlt sie oder eben nicht. Man schläft bei ihr ins Koma ein oder summt mit. Sie ist so vorhersehbar wie die Klimax eines Pornostreifens. Sie ist komplett ironiefreie Zone. Ihr ist kein Bild, das sie neben ihren hoffnungslos harmonischen Arrangements zeichnet, zu peinlich: "So far away from my home, will the stars return?" Und warum denn auch? Fühlt denn irgendjemand ernsthaft kleine Gefühle?

(Sven Cadario)

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Highlights

  • Into oblivion (Reunion)
  • All hands on deck part 2: Open water

Tracklist

  1. Into oblivion (Reunion)
  2. The great wide open
  3. The diary
  4. On a wire
  5. All hands on deck part 1:Raise the sail
  6. All hands on deck part 2:Open water
  7. Out of reach
  8. One for the road
  9. Walk away
  10. The sweetest wave

Gesamtspielzeit: 40:45 min.

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