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Saliva - Blood stained love story

Saliva- Blood stained love story

Island / Universal
VÖ: 20.04.2007

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 4/10

Schicksalsbegnadigung

Was soll man zu Saliva eigentlich noch sagen? Im Grunde haben wir doch alles schon durchgekaut und abgearbeitet. Und wenn wir ehrlich sind, haben wir die Band auch schon längst abgehakt. Saliva machen Neo-Grunge im Nickelback-Stil, geben sich und ihre Musik für verdammt primitive Filme wie "The Fast And The Furious", "Spiderman" oder auch "Daredevil" her und scheinen mittlerweile auch für jedes zweite Computerspiel irgendwas zusammenzuzimmern. Und und und. Nicht zu vergessen die Songs für das World Wrestling Entertainment, aber das hatten wir ja auch schon. Ach, und Filme macht Frontmann mittlerweile auch. Alles in allem gibt das sicher ordentlich Zaster, kann aber trotzdem nichts an der Tatsache ändern, dass man sich als Hörer trotz emsigen Outputs seitens der Band einzig an diese Nummer mit Chad Kroeger erinnern kann. Schrecklich.

Und das war ohnehin nur der Beginn eines künstlerischen Abstiegs, der sich auf unserer Seite mehr als anschaulich wiederspiegelt: im Jahre 2002 4/10, 2003 dann 3/10 und 2004 atemberaubende 2/10. Nicht wenige Bands von Welt lösten sich nach unseren aufrüttelnden Verrissen glücklicherweise auf, doch Saliva wollten nicht hören. Ausgerechnet jetzt wollen sie es sogar noch einmal beweisen. Und das scheinbar richtig, denn Josey Scott und Co. ließen sich mit "Blood stained love story" ordentlich Zeit. Ein letztes Aufzucken vielleicht.

Fast ist man schließlich beim Hören dann überrascht, vielleicht sogar entsetzt, was die Ohren da aufzunehmen scheinen. Denn abgesehen von den P.O.D.-mäßigen "Boom!"-Sprechchören ist die erste Single "Ladies and gentlemen" um einiges weniger peinlich als erwartet. Typisch glattgebügelter Radiorock mit einprägsamer Melodie also, aber da hätte man durchaus mehr falsch machen können. Völlig verrückt wird es danach bei "Broken sunday". Nicht, dass der Song an sich abgedreht wäre oder so, nein. Dadurch, dass hier auf weitere peinliche Unwörter verzichtet wird, mausert er sich zum Höhepunkt des Albums. Überhaupt ist das Anfangstrio verblüffend okay, wenn man in diesem Zusammenhang das Wort "gut" umgehen möchte, weil es einem selbst unangenehm wäre. "Never gonna change" ist eine der vielen Powerballaden, die aber abgesehen von der Eingängigkeit eben nicht diese nervende Nickelback-Stimme besitzt.

Doch als man gerade dabei war, sein Urteil über Saliva nochmals zu revidieren und ihnen noch eine Chance zu geben, kommt mit "King of the stereo" der beste Beweis dafür, dass die Band es in den letzten drei Jahren doch nicht verlernt hat, blamable Song zu schreiben. Witzigerweise wird man jetzt noch einmal an P.O.D. erinnert, was nicht unbedingt nur an der Ähnlichkeit des Songnamen zu "Roots in stereo" liegt, sondern am genauso albernen Gesinge und dem "Uhu" im Hintergrund. Schreck lass nach! Aber für die vorherbestimmte 1/10 hat es dann doch nicht gereicht.

(Christoph Schwarze)

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Highlights

  • Broken sunday
  • Never gonna change

Tracklist

  1. Ladies and gentlemen
  2. Broken sunday
  3. Never gonna change
  4. King of the stereo
  5. One more chance
  6. Going under
  7. Twister
  8. Black sheep
  9. Starting over
  10. Here with you

Gesamtspielzeit: 39:58 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Pelo
20.01.2007 - 18:45 Uhr
01. Ladies and Gentlemen
02. Broken Sunday
03. Never Gonna Change
04. King of the Stereo
05. One More Chance
06. Going Under
07. Twister
08. Black Sheep
09. Starting Over
10. Here with You
11. Is It You?
12. Write Your Name
Badrique
21.01.2007 - 23:18 Uhr
Erste Single "Ladies and Gentlemen" ist ganz okay, netter Chorus aber nix weltbewegendes. Nagut das hätte ich auch nicht von Saliva erwartet...Saliva heisst ja auf deutsch übersetzt Speichel :D
Pelo
23.01.2007 - 16:09 Uhr
Gibts bei amazon.de schon als Import, gleich mal bestellt :)
Hugo
23.02.2007 - 23:48 Uhr
also ich find die neue jetzt nicht so prall.....

und wenn ich mir di reviews auf laut und cdstarts durchlese bestätigt das nur meinen eindruck.
Armin
18.04.2007 - 22:56 Uhr
Saliva: Blood Stained Love Story | VÖ: 20.04.2007 (CD Album)










In den USA gehören Saliva zu den absoluten Top-Sellern. Sänger Josey Scott machte bereits gemeinsam mit Nickleback-Sänger Chad Kroeger die Charts unsicher, als er den Titeltrack "Hero" zum ersten Spiderman-Film sang. Ihr aktuelles fünftes Album "Blood Stained Love Story" schoss in der erste Woche auf Platz 19 der Billboard-Charts.

Der Opener "Ladies And Gentleman" packt den Hörer zugleich am Kragen und heißt ihn im Saliva-Style willkommen. So geht es weiter allerdings einen "Arschtritt" in Albumlänge hält natürlich niemand aus - das wissen auch Saliva. So findet man auf "Blood Stained Love Story" auch die genregemäßen Power-Balladen. Wie etwa "Never Gonna Change", das mit dreistimmigem Chorgesang und wunderbaren Akustikgitarren aufwarten kann. Das anschließende "King Of The Stereo" bringt dann wieder gerappte Passagen, Keyboardsounds und poppige Vocal-Samples zusammen. "Black Sheep" hingegen könnte man als aggressiven Industrial-Metal bezeichnen. Scotts Lyrics schwanken dabei immer wieder zwischen Depression, Trotz und einer gepflegten Portion Großmäuligkeit.

Zum Glück kann man das von ihrer Musik nicht sagen. Die sprengt weiterhin alle Grenzen, was "Blood Stained Love Story" mal wieder eindrucksvoll beweist.

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