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Goose - Bring it on

Goose - Bring it on

Skint / Red Ink / Rough Trade
VÖ: 19.01.2007

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Deine Stimme zählt

Das Lustprinzip

Letztendlich geht es nur um Sex. Laszive Beats, leidenschaftliches Sthnen, verschwitzte T-Shirts, rollende Lippen, fiebrige Augen, animalische Gedanken, kopulierende Krper und narbenbringende Kratzspuren. Verstrte Phantasien wabern durch die elektronischen Verknpfungen des Kleinhirns, der Steppenwolf schleicht durch die Tundra des Grohirns. Dem Lustprinzip folgend und den rhythmischen Bewegungen angepasst bollert das wolllustige Schmirgelpapier der belgischen Formation Goose durch die Organe. Dass der Bandname auf Deutsch bersetzt Gans bedeutet, erweitert lediglich den Horizont der Phantasie. Sagt ber den Inhalt aber gar nichts aus.

Dass durch diese sexuelle Kontaktaufnahme mit den menschlichen Gehrorganen schon ganz Belgien einem hypnoseartigen Enthusiasmus verfallen ist, die hyperventilierenden Englnder hinter dem belgischen Quartett eine Revolution vermuten und Jil-Sander-Chef-Modeschpfer Raf Simons die stoischen Klnge von Goose zu inspirativen Meditationen nutzt, ist nach der ersten Erektion von "Black gloves" nicht besonders berraschend. Dass dieser mutmaliche Kreativittsansporn jedoch zu einem Ergebnis fhrt, hingegen schon.

Denn - wie knnte es anders sein? - haben bei solchen energetischen Tanzerzwingern auch hier wieder massive Keyboardwnde ihre massierenden Hnde im Spiel. Da walken die aggressiven Melodiebgen jede gedankliche Freiheit nieder, verarbeiten das Gehirn zu einem rhythmischen Zucken und animalische Bewegungsformen bernehmen den menschlichen Gleichgewichtssinn. Funken sprhen, Zungen kreisen. Die erotisierende Stimme von Mickael Karkousse zerschneidet die Luft, das breitwandige Bollwerk von Bassist und Keyboarder Tom Coghe dirigiert jegliche Drsenfunktionen. Brachiale Farbexplosionen entznden sich vor dem geistigen Auge. Luftholen? Ein andermal!

"Give me a reason to cool you down", fordert die Formation auf, bleckt sich dann die Zhne und verspeist den Hrer mit Haut und Haaren. Ein lautes und aggressives Anmachen, ein stoisches Hmmern im Kopf. Das Rezept, das jede Clubshow von Goose zu einem sektenartigen Gruppenauflauf gestaltet. Auf Polycarbonat wird diese Geschichte dann allerdings recht schnell langweilig. Sobald der Zugang gefunden wurde, gleicht das ganze Szenario eher Blmchensex als der Wissenschaft des Kamasutras. "This ain't no heart attack." Und damit ist die Katze im Sack.

(Christian Preußer)

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Highlights

  • British mode
  • Check
  • Audience

Tracklist

  1. Black gloves
  2. British mode
  3. Girl
  4. Bring it on
  5. Slow down
  6. Check
  7. Modern vision
  8. 3T4
  9. Low mode
  10. Everybody
  11. Safari beach
  12. Audience

Gesamtspielzeit: 38:22 min.

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