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Röyksopp - The understanding

Röyksopp - The understanding

Wall Of Sound / Labels / Virgin / EMI
VÖ: 27.06.2005

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Deine Stimme zählt

Selbstverständnis

Röyksopp sind ein Phänomen: Selbst ein unaussprechlicher Bandname verhinderte nicht, dass die Soundtüftler aus Norwegen von "Melody A.M." mehr als eine Millionen Exemplare verkauften. Und das mit einer Platte, die gar nicht spektakulär war, sondern einfach nur passend. Selten ist der Zeitgeist mit so wenig Brimborium festgenagelt worden. "Quiet is the new loud" war das Motto der Zeit: Lounge und TripHop fanden ihren legitimen Nachfolger. Die Kings of Convenience und Röyksopp stehen für zwei unterschiedliche Ansätze, die vieles teilen: Die Herkunft aus dem hohen Norden Europas, das Einspinnen in eigene Welten, das Pullunder-Gefühl, die Strebsamkeit des Klingenden. Das Dreieck von Melodie, Melancholie und Mythos wird von Röyksopp freilich ganz anders aufgelöst: sonniger im Gemüt, breiter im Ausdruck, elektronischer in der Ausführung.

Auch "The understanding" will die Zeichen der Zeit verstanden haben; nur soll sich sich dies diesmal im lineareren Aufbau und der perfekten Oberfläche der Songs spiegeln. Der mundegerechte Popsong löst das Verträumt-Verlorene ab. Statt das Erfolgskonzept fortzuspinnen, wagt man sich in das Haifischbecken der Clubmusik. Produziert Popnummern, die viel weniger Alleinstellungsmerkmale haben, aber viel schneller in Beine gehen. Ihre Meisterschaft können Röyksopp auch auf diesem Feld nachweisen, nicht aber neue Trends begründen. "The understanding" bietet sich dem Hörer in zwölf verschiedenen Facetten dar: Die instrumentale Drift ins Nirgendwo ist dabei nur noch eine Randerscheinung, die neuen Röyksopp springen zwischen Tanzfläche und Barhockern hin und her. Mischen Soul und Synthies, sind klebrig oder treibend. Niemand weiß genau, wo die Reise hingehen soll, doch vieles darf ausprobiert werden.

Der Zeitgeist huscht trotzdem nur noch selten vorbei. Ob dies alleine daran gelegen hat, daß die zwei Tüftler ihren Haarwuchs - zwecks kreativer Neuerfindung - nicht mehr bändigten, läßt sich am Output alleine nicht beurteilen. Fest steht: "The understanding" ist durchwachsen. Es fehlen die wirklich besonderen Momente. Und dann rutschte neben die vielen guten der ein oder andere Langweiler ("Beautiful day without you") zwischen die Rillen. So wird das neue Laute schon wieder eine ganze Ecke leiser.

(Thorsten Thiel)

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Highlights

  • Sombre detune
  • What else is there?

Tracklist

  1. Triumphant
  2. Only this moment
  3. 49 percent
  4. Sombre detune
  5. Follow my ruin
  6. Beautiful day without you
  7. What else is there?
  8. Circuit breaker
  9. Alpha male
  10. Someone like me
  11. Dead to the world
  12. Tristesse global

Gesamtspielzeit: 57:11 min.

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