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Straylight Run - Straylight Run

Straylight Run- Straylight Run

Victory / Soulfood
VÖ: 29.11.2004

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Helle Barden

Was bisher geschah: John Nolan und Shaun Cooper sind nach einem gefeierten Debütalbum bei ihrer Emo-Kapelle Taking Back Sunday ausgestiegen und haben einen eigenen Verein namens Straylight Run aufgemacht. Johns Schwester Michelle und Schlagzeuger Will Noon wurden mit ins Boot geholt, und dann wurde kräftig losgerockt. Die vier veröffentlichten erste Demos auf ihrer Band-Homepage und bewiesen schnell, daß MP3s nicht immer das Ende des Musikbusiness bedeuten müssen: Die immer größer werdende Schar an Hörern war begeistert von den Songs und konnte die Veröffentlichung des Straylight-Run-Albums kaum erwarten.

Ein Jahr später: Das selbstbetitelte Debüt kommt in die Läden. Darauf finden sich vier der sechs Demo-Songs in neuen Versionen und einige weitere Meisterwerke. Zwar mag sich so mancher fragen, was ein grenzwertiger Disco-Stampfer wie "Tool sheds and hot tubs", bei dem Michelle den Lead-Gesang übernimmt, inmitten dieser pianolastigen Hymnen zu suchen hat, der Band scheint es aber herzlich egal zu sein. Das Quartett ist immer mit vollem Einsatz bei der Sache und überschlägt sich förmlich mit himmelsstürmenden Songideen und großflächigen Arrangements.

So ganz können Straylight Run das Niveau der Vorab-Demos aber nicht immer halten. "Existentialism on prom night", "Mistakes we knew we were making" und besonders "It's for the best" zählen zu den absoluten Höhepunkten des Albums, auch wenn sie in der Produktion von Mike Birnbaum (John Mayer, Coheed And Cambria) teilweise etwas zu glattgebügelt wurden. Aber auch unter den neuen Songs finden sich jede Menge echte Perlen, die von innen wärmen wie ein Glas Grog an einem kalten Wintertag.

Neu sind freilich weder der Klang noch die Themen der Stücke. Aber in der letzten Zeit ist es kaum einer Genre-Band so gut gelungen, daraus auch so gute Songs zu zaubern. Und spätestens, wenn in "Existentialism on prom night" die Zeilen "You would kill for this / Just a little bit" und "Sing like you think no one's listening" gegeneinander gesungen werden, gehen beim Hörer Gänsehaut und völlige Euphorie Hand in Hand. Wenn die Band ausschließlich derartige Songs zustandegebracht hätte, wäre ihr sicher das Album des Jahres gelungen.

Wie es weitergeht: In einer gerechten Welt würden sämtliche Teenager die Platte kaufen und für die nächsten Jahre ihre schmerzende Adoleszenz mit der Musik von Straylight Run untermalen. Die Band würde sich aber nicht davon beirren lassen und lieber weitere tolle Alben aufnehmen. Und am Ende wären wir alle glücklich und zufrieden. Bis an unser Lebensende.

(Lukas Heinser)

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Highlights

  • Existentialism on prom night
  • Mistakes we knew we were making
  • Your name here (Sunrise highway)
  • It's for the best

Tracklist

  1. The perfect ending
  2. The tension and the terror
  3. Existentialism on prom night
  4. Another word for desperate
  5. Mistakes we knew we were making
  6. Dignity and money
  7. Your name here (Sunrise highway)
  8. Tool sheds and hot tubs
  9. It's for the best
  10. Now it's done
  11. Sympathy for the martyr

Gesamtspielzeit: 49:05 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
zany
29.11.2004 - 19:42 Uhr
echt? die quäk-stimme und mehr ausdruck? oh.
jo
29.11.2004 - 19:47 Uhr
das ist bei der stimme von nolan's schwester keine kunst ;). wirklich nur als hintergrundstimme geeignet...
Beefy
30.11.2004 - 06:41 Uhr
Mein Favorit ist "Another Word For Desperate".
jo
29.07.2005 - 17:30 Uhr
das sollte man hier doch ruhig mal erwähnen (und damit auch herzlich willkommen im jahr 2005, werter thread):

Wie berichtet wird, haben sich die wunderbaren Straylight Run an die Aufnahme einer EP gemacht, die noch 2005 erscheinen soll. Shaun Cooper, Ex-Taking Back Sunday und nun SR-Basser, erzählt da von einem Track mit leichtem Björk-Feeling und einem anderen mit Industrial-Touch à la Nine Inch Nails. Her damit.

siehe www.visions.de/news
oder auch auf www.straylightrun.com
(dort gibt es 'nen link zum kompletten bericht).
pete
30.05.2007 - 22:18 Uhr
Also komischerweise gefallen mir die beiden hier im Thread doch recht stark kritisierten Songs "Tool sheds and hot tubs" und "Now it's done" mit Michelle (hieß sie nicht so..?) als Sängerin ziemlich gut.
Die Highlights sind natürlich Existentialism on prom night und Mistakes we knew we were making. Aber auch ansonsten viele tolle Songs. 8,5/10 von mir.
Zum kompletten Thread

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