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Linkin Park - Reanimation

Linkin Park- Reanimation

Warner
VÖ: 29.07.2002

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Sommerschlußverkauf

Es hätte so schön werden können. Zweieinhalb Minuten Powerplay hatten gereicht, um Linkin Park dank "One step closer" in aller Munde zu bringen. Das Album "Hybrid theory" geriet tatsächlich zum gelungenen Drahtseilakt zwischen Kunst und Kommerz und machte die Band selbst für den Mainstream interessant. Plötzlich liefen die Videos der Band nicht nur mehr auf VIVA Zwei; auch Vertreter der "Bauch frei, Hirn frei"-Generation wie MTV-Moderatorin Anastasia freuten sich öffentlich und in aller Penetranz über Linkin Park. Was wiederum einige andere ziemlich ärgerte. Mit jeder Woche, die "Hybrid theory" in den Top 5 der deutschen Albumcharts verweilte, mit jedem Bravo-Artikel und mit jeder "Top of the pops"-Playback-Performance verloren Linkin Park weitere ihrer Fans der ersten Stunde und sind mittlerweile für manche direkt hinter Fred Durst gar zu den Staatsfeinden Nummer zwei gereift. Capitalism stole my credibility.

Bisher waren Linkin Park selbst an dieser bedauernswerten Entwicklung relativ unschuldig. Nun erscheint aber mit "Reanimation" nach gerade mal einer regulären Platte ein Remix-Album, welches die Limp Bizkit-isierung der einstigen New Metal-Hoffnungsträger schneller vorantreibt, als es alle Medien dieser Welt zusammen jemals hinbekommen könnten. Denn "Reanimation" stinkt in seiner völligen Überflüssigkeit nicht nur nach dem Geruch schnell- und leichtverdienter Dollars, es ist auch aus künstlerischer Sicht eine herbe Enttäuschung. Trotz heftigster Prominenz auf der Gästeliste kommt unterm Strich nämlich eine erschreckend unmotivierte Renovierung der altbekannten "Hybrid theory"-Stücke raus, die unentschlossen zwischen HipHop und Industrial pendeln und einzig durch gähnende Langeweile zusammengehalten werden.

Sogar die Jungs vom Sägewerk können die Highlights auf "Reanimation" an einer Hand abzählen: "One step closer" (mit Jonathan Davis) ist selbst in einer sechsminütigen Valium-Version nicht klein zu kriegen, und die Wiederaufbereitung von "Crawling" gerät unter Mithilfe von Aaron Lewis (Staind) und ein paar dramatischen Streichern zu einem schaurig-stimmigen Breitbild-Epos. Weitere Höhepunkt-Kandidaten wie Chali 2na von den Underground-HipHop-Helden Jurassic 5, der "Frgt/10" ein paar Raps leiht, oder die Sport-Scratcher von den X-Ecutioners bleiben jedoch im zähflüssigen 08/15-Elektro-Beat-Brei stecken. All den Linkin Park-Kritikern wird erstmals tatsächlich ein triftiger Grund geboten, die Band nicht zu mögen, und Bennington & Co. heizen plötzlich volle Lotte in die kreative Sackgasse hinein. Die Frage, ob Linkin Park da nochmal rauskommen, ist schon spannender als "Reanimation". Keine große Kunst.

(D@n13l G3rh@rdt)

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Highlights

  • 1stp klosr (The Humble Brothers feat. Jonathan Davis)
  • Krwlng (Mike Shinoda feat. Aaron Lewis)

Tracklist

  1. Opening
  2. Pts.of.athrty (Jay Gordon)
  3. Enth e nd (Kutmasta Kurt feat. Motion Man)
  4. [Chali]
  5. Frgt/10 (Alchemist feat. Chali 2na)
  6. P5hng me a*wy (Mike Shinoda feat. Stephen Richards)
  7. Plc.4 mie hÆd (Amp Live feat. Zion)
  8. X-Ecutioner style (feat. Black Thought)
  9. H! vltg3 (Evidence feat. Pharoahe Monch & DJ Babu)
  10. [Riff raff]
  11. Wth>you (Chairman Hahn feat. Aceyalone)
  12. Ntrmssion
  13. Ppr:kut (Cheapshot & Jubacca feat. Rasco & Planet Asia)
  14. Rnw@y (Backyard Bangers feat. Phoenix Orion)
  15. My dsmbr (Mickey P. feat. Kelli Ali)
  16. [Steff]
  17. By_myslf (Josh Abraham & Mike Shinoada)
  18. Kyur4 th ich (Chairman Hahn)
  19. 1st klsr (The Humble Brothers feat. Jonathan Davis)
  20. Krwlng (Mike Shinoda feat. Aaaron Lewis)

Gesamtspielzeit: 61:00 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
rx-queen
13.07.2002 - 18:55 Uhr
Ich denke sicher nict aus Geldgründen , so schlecht ließ sich white pony nun nicht verkaufen . Warscheinlich hat er gedacht er könnte noch wat retten....vergebens ;-)
Jasmin
14.07.2002 - 00:15 Uhr
reanimated-weil ein Remix Album kommt!Mit alten Songs neu gemixt!
Magicmanson
14.07.2002 - 20:23 Uhr
Na klasse der Song! Noch mehr elektrosounds können nie schaden! Das ist doch so cool!
Ich freu mich schon auf die nächste Scheibe von LK, was wohl ne Best Of oder ne Live Platte werden wird!
Bravo Linkin Park! Welch geniales Marketing! :-))
lp sucks
14.01.2007 - 22:04 Uhr
platte des jahrhunderts
yeeeeeees
06.02.2016 - 02:01 Uhr
voll geil
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